Samstag, 16. Februar 2013

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Ein TV-Duell zwischen Kanzlerin Merkel und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück bei den Privaten? Stefan Raab ließ sich nicht lange bitten, zögernd sagten auch die Politiker zu. Nun bestätigt ProSiebenSat.1 offiziell das Vorhaben – und Raab als Moderator.
Stefan Raab soll das Kanzlerduell für die Senderfamilie ProSiebenSat.1 moderieren. Das bestätigte ein Konzernsprecher am Freitag. „Stefan Raab ist unser Mann für das Kanzlerduell. Es ist unser Anliegen, mit einer solchen Sendung mehr junge Zuschauer zu erreichen als bisher“. Die Sendergruppe aus Unterföhring überlegt, das Duell in diesem Jahr auf ProSieben auszustrahlen: „Den Haupt-Raab-Effekt wird man über den Sender ProSieben erzielen. Vielleicht macht es aber auch Sinn, das Duell auf beiden Sendern zu übertragen“, sagte der Konzernsprecher.

Sorgen um Seriosität müsse sich niemand machen, betonte der 46-Jährige im Interview mit dem Branchendienst dwdl.de. „Ich habe mir gestern bei YouTube nochmal Teile des letzten Kanzlerduells angeschaut. Schon in den ersten zehn Minuten gab es den Versuch eines Pointenfeuerwerks seitens der Moderatoren“, sagte Raab. „Wenn, dann kehrt mit mir die Seriosität zurück!“

„Er ist kein politischer Journalist“

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte den Entertainer als Moderator für ein TV-Duell mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zunächst abgelehnt. In der „Rhein-Neckar-Zeitung“ vom Mittwoch sprach er sich deutlich gegen Raab als Moderator aus: Politik sei „keine Unterhaltungssendung, sondern ein ernstes Geschäft“, sagte er.

„Er ist kein politischer Journalist“, gab der Sozialdemokrat auch in der „Bild“ vom Freitag zu bedenken. Raab mache höchst erfolgreich Unterhaltungssendungen im Fernsehen, die sich viele mit Vergnügen ansähen. Deshalb habe er auch den Vorschlag von Edmund Stoiber, Stefan Raab solle ein TV-Duell moderieren, nicht aufgegriffen.

Steinbrück will zwei Duelle, Merkel nur eines

Gleichzeitig gab er aber zu erkennen, dass er Raab nicht mehr grundsätzlich ablehnt. „Wenn Angela Merkel dann auch mit Stefan Raab einverstanden ist, wird es so geschehen“, sagte Steinbrück der „Bild“. Er halte weiterhin zwei TV-Duelle für angemessen: „Am besten eins mit privaten und eins mit öffentlich-rechtlichen Sendern.“ Darüber gebe es Verhandlungen zwischen den Sendern, der SPD und der CDU, wobei die Sender die Moderatoren vorschlügen.


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Ihr Sascha Klupp

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